Kunst & Kultur in  Wagrain:

Wagrainer Kulturspaziergang - Skizze (23 KB)

Joseph Mohr
Textdichter von "STILLE NACHT, HEILIGE NACHT". 

Am 11.12.1792 in Salzburg geboren, wurde er 1815 im Dom zu Salzburg zum Priester geweiht. Er wirkte als Hilfspriester in verschiedenen Pfarren der Erzdiözese und schrieb 1816 in Maria Pfarr den Text zu dem Weihnachtslied "Stille Nacht, Heilige Nacht". Im Jahre 1837 kam er als selbständiger Pfarrvikar nach Wagrain. Das erste große Werk des von der ganzen Bevölkerung geliebten und verehrten Pfarrers war die Erbauung der ersten Volksschule in Wagrain. Als sozial eingestellter Mensch hat er auch das Armenwesen neu geregelt. Als Sänger und Musiker, der mehrere Instrumente beherrschte, unterhielt er einen großen Kirchenchor, pflegte das deutsche Kirchenlied und betätigte sich auch als Komponist. Am 4.12.1848 verstarb Joseph Mohr und wurde auf dem Friedhof in Wagrain begraben. 

Link: www.stillenacht.at

Karl Heinrich Waggerl 
(Schriftsteller)


Karl Heinrich Waggerl wurde am 10.12.1897 in Bad Gastein geboren. Aus italienischer Gefangenschaft zurückgekehrt, heiratet er 1920 die Bürgerstochter Edith Pitter, "Dita" und zieht nach Wagrain. Er beginnt an der Volksschule Wagrain zu unterrichten, legt aber krankheitsbedingt 1923 das Lehramt zurück. Waggerl verdient in den folgenden Jahren seinen Lebensunterhalt als Versicherungsagent, Plakatzeichner, Werbetexter und Schreiber beim Straßenbau. 1940/41 war er Bürgermeister in Wagrain. 

Karl Heinrich Waggerl 
(Schriftsteller)


Er ist vor allem für seine einfühlsamen Prosadichtungen bekannt. Die Stoffe seiner Gedichte und Geschichten stammen aus dem Leben der einfachen Menschen (Handwerker, Arbeiter, Bauern). Er wehrt sich aber dagegen, ein Heimat- oder Bauerndichter zu sein. Zu seinen Anfangswerken zählen "Brot" (1930), "Schweres Blut" (1931), "Das Jahr des Herrn" (1934) und "Mütter" (1935). Ab 1949 folgen nur mehr kleinere Prosadichtungen. Seine Bücher sind in 12 Sprachen übersetzt, 7 Millionen Exemplare sind erschienen. 1970 erschien eine Gesamtausgabe seiner Werke in 2 Bänden. (Neuauflage 1997).

Karl Heinrich Waggerl 
(Schriftsteller)


Neben seinen literarischen Werken erregte Waggerl durch seine lange unentdeckt gebliebenen Fotokunstwerke Aufsehen. Im Rahmen der Museumserrichtung 1991 wurden zahlreiche Fotografien in erstaunlicher technischer und künstlerischer Qualität gefunden, die Waggerl in den 20er Jahren angefertigt hatte. Das Buch mit Heinrich Waggerls Fotografien, sowie sämtliche seiner Werke sind u.a. über die Rupertus Buchhandlung in Salzburg und im Kaufhaus "Haag" in Wagrain zu beziehen. 1973 verstirbt Waggerl an den Folgen eines Autounfalls. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Wagrainer Friedhof. Sein Wohnhaus (Bild rechts) wurde nach dem Tod seiner Frau von der Marktgemeinde Wagrain als Museum und Veranstaltungsort ausgebaut. 

Pfarrkirche


Die frühgotische Kirche, dem heiligen Rupert geweiht, in der Joseph Mohr als selbständiger Vikar wirkte, wurde 1359 erstmals urkundlich erwähnt. Urkundlich wurde Wagrain erstmals 1234 erwähnt. Die erste schriftlichen Nennung als Markt erfolgte bereits im Jahr 1285. Nach dem Aussterben der Goldegger im Jahre 1400 wurde die Siedlung 1459 landesfürstlich. Durch die Protestantenvertreibung 1731/32 verließen viele Wagrainer ihre Heimat. Jahrhundertelang bis zur Mitte des 19. Jhdts. Lebte die Bevölkerung hauptsächlich vom Bergbau, der Landwirtschaft und vom Fuhrwerksverkehr, sowie von unzähligen Säumerkarawanen (wichtige Nord-Süd-Verbindung). Durch Veränderungen verarmte der Ort immer mehr. Ein verheerender Brand zerstörte 1927 einen großen Teil der Gebäude am Marktplatz. Nach einer Zeit der Not begann jedoch eine langsame aber stetige Aufwärtsentwicklung durch den Fremdenverkehr.

Kulturkreis  "Blaues Fenster"

Der Kulturverein "Blaues Fenster" wurde 1991 von kulturinteressierten Wagrainern gegründet. Seine Tätigkeiten erfolgt überparteilich gemeinnützig und ohne jede Gewinnabsicht. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, das Kulturleben in Wagrain auf vielfältigste Art und Weise zu fördern, dazu gehört unter anderem:
  • die Organisation von Veranstaltungen (z.B. "Musik und Theater am Marktplatz")
  • das kulturelle Schaffen im Ort zu fördern (z. B. Saisonwendfeuer, Fotogruppe Wagrain)
  • kulturelle Errungenschaften der Bevölkerung und den Gästen zugänglich zu machen (z. B. Ausstellungen, Herausgaben von Schriften und Drucksorten)
  • das kulturelle Erbe der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft zu bewahren (z. B. Kulturspaziergang, Waggerlmuseum, Waggerlarchiv).

Waggerlmuseum: 

Öffnungszeiten:
21.Dezember 2007 bis 21.März 2008

Di, Do und Fr 14.00 - 18.00 Uhr

(1. Jänner 2008 - geschlossen)

09. Mai bis 30. Juni und 01. September bis 26. Oktober 2008

Di, Do und Fr von 14.00 - 18.00 Uhr

01. Juli bis 31. August 2008

täglich ausser So und Mo von 14.00 - 18.00 Uhr

22. März bis 08. Mai und ab 27. Oktober 2008

geschlossen!

 

Eintrittspreise:
Einzelpersonen/Familien/Kinder (unter 6 J. frei) EUR 3,80/7,60/1,50
mit Gästekarte EUR 3,10/6,20/1,50
Senioren EUR 3,10
Gruppen (ab 20 Pers.) Erw./Schüler bis 18 J. EUR 3,10/1,50


Für Gruppen ab 20 Personen und nach Voranmeldung ist der
Besuch des Museums auch außerhalb dieser Zeiten möglich.
Natürlich gibt es neben diesen Berühmtheiten weitere kulturelle Erlebnisse! Das wären z.B.: Kulturspaziergang, Edelweißalm-Museum, Gelebte kulinarische Tradition, Erlebniswelt Bauernhof, Kräutergarten etc. .... 

Tourismusverband Wagrain
 Markt 14, A-5602 Wagrain
Tel.: [0043](0)6413/8448, Fax: [0043](0)6413/8449
E-Mail: info@wagrain.info

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